Herzlich willkommen!

Zum Schutz der Bevölkerung vor dem Corona-Virus entfallen bis auf weiteres  alle Gottesdienste und Veranstaltungen unserer Kirchengemeinde.

Am 20.März hat der Freistaat Bayern ein Versammlungsverbot erlassen.

 

Nachbarschaftshilfe und Gebet werden weiterhin praktiziert.

 

Im Folgenden finden sie:

 

 „Gebete und Psalmen“ eine Einladung zu einem Abendgebet zuhause um 19 Uhr und 

ein gemeinsames Wort der Bischöfe  der evangelischen, katholischen und orthodoxen Kirche in Deutschland.

 

Aktuelles können sie auch der homepage www.bayern-evangelisch.de entnehmen.

„Gottesdienste im livestream“ , eine Initiative von Pfarrerin Anna Bamberger, Rottenbauer ( https://webstream.eu/andachtlive-stream.

Gottesdienste und Berichte: www.br.de/religion und www.zdf.de/gesellschaft/gottesdienste

 

Die Versöhnungskirche in Zell ist täglich von 9.30 – 18.00 Uhr für persönliches Gebet geöffnet.

 

Wenn sie Unterstützung brauchen oder sich über ein Gespräch freuen würden rufen sie mich bitte an.

 

Gott stärke und behüte Sie in diesen Tagen.

Herzliche Grüße im Namen des Kirchenvorstandes

 

Pfarrer Peter Fuchs

 

 

 

Gebete und Psalmworte                                               Zell im März 2020

 

Unser Gott,

du bist uns Zuflucht und Stärke.

Generationen vor uns haben das erlebt und weitergetragen.

Dafür danken wir dir.

Steh allen bei, die in diesen Tagen von der Krise durch den Corona-Virus stark betroffen sind.

Stärke die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Seniorenheimen.

Gib den Bewohnern und ihren Angehörigen Frieden ins Herz, Verbundenheit durch deinen Geist und auch wieder Gelegenheit sich zu sehen.

Behüte unsere Politiker, weitere Verantwortungsträger und alle Engagierten in Arztpraxen und Kliniken. Viele kümmern sich um Versorgung und Schutz der Bevölkerung. Wir verdanken ihnen viel. Sie alle stärke an Leib und Seele.

Weltweit sind viele Länder vom Corona-Virus betroffen. Lass Verständigung und Hilfe füreinander  gelingen. Wo in diesen Tagen Krieg geführt wird da eröffne Wege zum Frieden.

Die Natur erwacht wieder in vielen Farben. Wir danken dir dafür.

Kinder werden geboren, ein Glück für viele.

Du hast für alle Zeit zugesagt, uns zu begleiten. Wir danken dir dafür. Amen.

 

Lieber Gott,

danke , dass du mir jeden Tag Kraft gibst und ich so tolle Freunde habe.

Danke, dass du für mich da bist und mich unterstützt. Man hört sich. Amen.

 

                                                                                 ( von einem Konfirmanden, Zell 2020 )

 

 

 

 

Psalm 23

 

Der Herr ist mein Hirte,

mir wird nichts mangeln.

Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.

 

  

 

 

Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück,

denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.

Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde.

Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.

Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.

 

Psalm 4

 

Gott meiner Gerechtigkeit, der du mich tröstest in Angst,

sei mir gnädig und erhöre mein Gebet.

Ich liege und schlafe ganz mit Frieden, denn allein du, Herr, hilfst mir , dass ich sicher wohne.

 

 

Aus Psalm 61 und Psalm 73

 

Höre Gott, mein Schreien

Und merke auf mein Gebet.

Vom Ende der Erde rufe ich zu dir. Denn mein Herz ist in Angst,

 

Dennoch bleib ich stets an dir, denn du hältst mich bei meiner rechten Hand,

du leitest mich nach deinem Rat

und nimmst mich am Ende mit Ehren an.

Wenn ich nur dich habe,

so frage ich nichts nach Himmel und Erde,

wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet,

so bist du doch Gott, allezeit meines

Herzens Trost und mein Teil.

 

Psalm 62

 

Meine Seele ist stille zu Gott,

der mir hilft.

Denn er ist mein Fels,

meine Hilfe, mein Schutz,

dass ich gewiss nicht fallen werde.

Hoffet auf ihn allezeit,

schüttet euer Herz vor ihm aus.

Gott ist unsere Zuversicht.

 

 

 

„ Licht der Hoffnung“

Abendgebet  zuhause

Jeden Abend um 19 Uhr

 

 

Wir laden sie ein, eine brennende Kerze ins Fenster zu stellen. Wir beten in ökumenischer Gemeinschaft

für die Erkrankten, für Pflegende und Engagierte an vielen Orten. Durch das Vaterunser wissen wir uns verbunden und von Gott gehalten. Wir bitten um Gottes Segen für unsere Welt.

 

 

Pfarrer                               Pfarrer Dr.                            Diakon

Peter Fuchs                        Christoph Dzikowicz               Rudolf Haas

(Tel. 0931-46787978)        (Tel. 0931-461272)                (Tel. 09350-9098262)

 

 

 

GemeinsamesWort von Bischöfen in Deutschland

 

 

Anlässlich der weltweiten Krise um das Corona-Virus veröffentlichen der  Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Dr. Georg Bätzing, der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Dr. Heinrich Bedford-Strohm, und der Vorsitzende der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland, Metropolit Augoustinos, das gemeinsame Wort „Beistand, Trost und Hoffnung“.

 

Liebe Mitchristinnen und Mitchristen,

liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

die gegenwärtigen Tage sind geprägt von der krisenhaften Gesamtsituation, die durch die Verbreitung des Corona-Virus hervorgerufen wird. Das Bemühen, die Verbreitung dieser Krankheit zu verlangsamen, führt zu drastischen Maßnahmen. Jede und jeder von uns ist konkret betroffen. 

 

Da wir dieses Bemühen selbstverständlich unterstützen und uns an die staatlichen Vorgaben konsequent halten wollen, wurden auch gemeindliche Veranstaltungen abgesagt und kirchliche Einrichtungen weitgehend geschlossen. Sie können sicher nachvollziehen, wie schwer es uns gefallen ist, in diesen beunruhigenden Zeiten alle öffentlichen Gottesdienste auszusetzen. Gerade in schweren Zeiten ist es für uns Christen eigentlich unabdingbar, die Nähe Gottes zu suchen, indem wir uns zu gemeinsamen Gebeten und Gottesdiensten versammeln. 

 

Und doch ist dieser Verzicht notwendig, um die Pandemie so weit als irgend möglich einzugrenzen, deren schwerwiegende Auswirkungen wir alle persönlich zu spüren bekommen. Uns alle treffen die Einschränkungen. Manche sind selbst oder in ihrem Umfeld von Erkrankung, schweren Krankheitsverläufen oder gar Tod betroffen. Viele sind aufgrund des gesellschaftlichen Stillstands in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht und mit großen Zukunftssorgen konfrontiert. Auch wenn die Gottesdienste derzeit nicht stattfinden können, können Sie sich – das möchten wir Ihnen zusagen – unserer solidarischen Unterstützung, unseres persönlichen Beistands und unseres Gebetes gewiss sein.

 

Wie alle unverschuldete Not, die über die menschliche Gemeinschaft kommt, so kennt auch diese Krise keine Gerechtigkeit. Sie trifft die einen nur ganz am Rande, die anderen, oft genug die Schwachen, aber mit aller Härte. Deshalb, aber auch wegen der notwendigen Isolation der Menschen, sind das Füreinander-Dasein und die Solidarität in dieser Zeit so unabdingbar, um das humane Angesicht unserer Gesellschaft nicht zu entstellen oder gar zu zerstören. Unser großer Dank gilt allen im Gesundheitswesen, Ärztinnen und Ärzten, Krankenpflegerinnen und Krankenpflegern und Freiwilligen, die oft bis zur Erschöpfung dafür sorgen, dass die Erkrankten die bestmögliche Versorgung erhalten.

 

Gerade weil in diesen Tagen viele Grenzen und Barrieren zwischen Menschen errichtet werden müssen, dürfen die Grenzen nicht in den Herzen hochgezogen werden. In einer solch existenziellen Krise, in der auch die gesellschaftlichen Institutionen spürbar an ihre Grenzen stoßen, kommt es auf jede und jeden Einzelnen an. Aber nicht, weil sich jeder dann selbst der Nächste ist und jeder für sich allein kämpft, sondern weil jedes offene Ohr, jedes freundliche Wort und jede helfende Hand besonders zählen und viel bedeuten. Es tut in der Seele gut zu sehen, wie viel gelebte Humanität es angesichts dieser Krise in unserer Gesellschaft gibt! An vielen Orten haben sich spontan Freiwillige bereit erklärt, Einkäufe für ältere oder kranke Nachbarn zu erledigen oder Kinder zu betreuen, deren Eltern weiterhin ihrem Beruf nachgehen müssen. Auch in unseren Gemeinden gibt es viele, die mit Telefongesprächen, E-Mails  und anderen Medien den sozialen Kontakt aufrechterhalten und die Gemeinschaft stärken. Dazu gehören auch die vielen Gebetsgruppen, die sich über das Internet verabreden.

 

Die gegenwärtige Pandemie hat weltweite Ausmaße. Sie betrifft nicht nur uns, sondern auch die Menschen in den Kriegsregionen des Nahen Ostens, insbesondere Syriens, und in den Flüchtlingslagern. Da hier Schutzmaßnahmen weitgehend fehlen, ist ihr Risiko zu erkranken sogar noch größer. Deshalb dürfen wir auch sie nicht aus dem Blick verlieren.

 

Als Christen sind wir der festen Überzeugung: Krankheit ist keine Strafe Gottes – weder für Einzelne, noch für ganze Gesellschaften, Nationen, Kontinente oder gar die ganze Menschheit. Krankheiten gehören zu unserer menschlichen Natur als verwundbare und zerbrechliche Wesen. Dennoch können Krankheiten und Krisen sehr wohl den Glauben an die Weisheit und Güte Gottes und auch an ihn selbst erschüttern. Krankheiten und Krisen stellen uns Menschen vor Fragen, über die wir nicht leicht hinweggehen können. Auch wir Christen sind mit diesen Fragen nach dem Sinn menschlichen Leids konfrontiert und haben keine einfachen Antworten darauf. Die biblische Botschaft und der christliche Erlösungsglaube sagen uns Menschen jedenfalls zu:  Gott ist ein Freund des Lebens. Er liebt uns Menschen und leidet mit uns. Gott will das Unheil nicht. Nicht das Unheil hat darum das letzte Wort, sondern das Heil, das uns von Gott verheißen ist.

 

Wir Menschen sind verwundbar und verletzlich. Das wird uns in diesen Tagen schmerzhaft bewusst. Deshalb ist es zutiefst menschlich, Verunsicherung und Angst zu spüren, wenn das gesellschaftliche Leben zum Stillstand kommt, der Kontakt zu Freunden drastisch eingeschränkt wird, alle Planungen von heute auf morgen durchkreuzt werden und wir nicht wissen, was in den nächsten Wochen sich ereignen wird. Der auferstandene Christus, den wir in einigen Tagen wieder feiern werden, ruft nach dem Zeugnis des Evangeliums den Menschen in solcher Bedrängnis zu: „Fürchtet euch nicht!“ (Mt 28,5) Dieser Trost ermutigt uns, angesichts der Not und der Angst nicht in Verzagtheit zu verharren, sondern Hoffnung und Zuversicht zu schöpfen. Und Gott ist uns Menschen auch dann nahe, wenn wir nicht selbstsicher und souverän sind, sondern unsicher tastend, suchend und fragend. Wer sich von dieser Hoffnung leiten lässt, vermag anderen Beistand, Trost und Hoffnung zu spenden.

 

Wir Christen bereiten uns in der augenblicklichen Fasten- und Bußzeit auf das Osterfest vor. Dabei weist ein Wort aus dem alttestamentlichen Buch Jesaja uns in aller Deutlichkeit darauf hin, dass es nicht das rechte Fasten ist, „wenn man den Kopf hängen lässt wie ein Schilf“. Dagegen ermutigt uns der Prophet, die „Fesseln des Unrechts zu lösen“ und uns den Notleidenden zuzuwenden, und zeichnet eine Verheißung Gottes an den Horizont: „Dann wird dein Licht hervorbrechen wie das Morgenrot und deine Heilung wird schnell gedeihen.“ (vgl. Jes 58,5–8) 

 

Liebe Mitchristinnen und Mitchristen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

 

all jenen, die unter den äußeren Umständen schwer zu leiden haben, wünschen wir in den kommenden Tagen und Wochen alle Kraft und die nötige Hilfe. Denen, die erkranken und an Krankheiten leiden, wünschen wir Linderung und, wenn möglich, baldige Genesung. Diejenigen aber, die sterben, empfehlen wir der Güte und Barmherzigkeit Gottes. Er möge sie aufnehmen in sein Leben.

 

In diesen Zeiten der Verunsicherung begleiten Sie alle unsere Gebete und Segenswünsche!

 

Bleiben Sie behütet an Leib und Seele. Gott segne Sie!

 

Bonn und Hannover, den 20. März 2020

 

Bischof Dr. Georg Bätzing, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz

 

Landesbischof Dr. Heinrich-Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD)

 

Metropolit Augoustinos, Vorsitzender der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland

 

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